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  Lehrstuhl für Reaktorsicherheit und Reaktortechnik (Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Hans-Josef Allelein)

Reaktorphysik

Die Reaktorphysik wird primär am IEK-6 behandelt. Die zugehörige Abteilung "Reaktortheorie" beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung von Computerprogrammen zur Simulation von Hochtemperatur- und Leichtwasserreaktoren (HTR und LWR). Die Arbeiten umfassen sowohl Fragen des regulären Betriebes als auch Untersuchungen zu Auslegungsstörfällen und auslegungsüberschreitenden Störfallszenarien.

Insbesondere die Kopplungsmechanismen zwischen Neutronik, Thermohydraulik, Graphitkorrosion und Staubtransport sind aktuelle Arbeitsschwerpunkte, zu denen das Institut mit nationaler und internationaler Beteiligung forscht. Diesbezüglich wurden in der Vergangenheit diverse Codes wie z.B.VSOP, TINTE, MGT, FRESCO und PANAMA entwickelt. Diese dienen zur Simulation von diversen Störfallszenarien von Hochtemperaturreaktoren. Aktuelles Ziel und Forschungsschwerpunkt der HTR-Forschung ist es, die entwickelten Codes zu einem einheitlichen "HTR-Code-Package" zu vereinigen. Zurzeit befindet sich dazu beispielsweise das Experiment NACOK II im Aufbau, das insbesondere zur Validierung des "HTR-Code-Package" wertvolle Beiträge leisten wird. Auch thermohydraulische Experimente bezüglich des HTR werden von der Reaktorphysik durchgeführt.

Im Rahmen der Forschungsarbeiten zu LWR werden die Brennstofftablette-Hüllrohr-Wechselwirkung mithilfe von hochauflösenden Monte-Carlo-Simulationen bezüglich der Neutronik untersucht. Von einem besseren Verständnis dieser Vorgänge verspricht man sich eine weitere Absenkung von Brennelementschadensfällen.

Kühlgastemperatur eines HTR
Simulation der Kühlgastemperatur eines HTR während eines Auslegungstörfalls bei dem alle Steuerstäbe aus dem Kern gefahren werden (TWCR = Total Withdrawal of Control Rods)

Weiterführende Links: